Lead-Sänger Chester Bennington ist tot

  • Ich weiß nicht, was ich nach dieser Nachricht als Linkin Park Fan sagen soll...


    Die Welt verlor einen der besten Sänger und eine der besten und einzigartigsten Stimmen der Welt.


    Ruhe in Frieden!


    Chester Bennington beim Hurricane: „Einer der besten Auftritte“
    https://www.kreiszeitung.de/ev…en-auftritte-8505468.html

    und auch zugleich die Quelle des darauffolgenden Bildes:




    Erinnerung an Linkin Park Sänger: Chester Bennington beim Hurricane
    https://www.kreiszeitung.de/ev…ane-festival-8504944.html


    Folgender Text stammt aus dem oben genannten Link:


    "Anmerkung der Redaktion

    Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/. "


    Leider sieht man, dass die Gesellschaft immer noch viel zu wenig tut, um solche Dramen zu verhindern. Ein Anfang wäre es Menschen mit Depressionen/Problemen nicht zu verstoßen oder als unnormal zu bezeichnen, sondern auf sie zu zugehen und ein offenes Ohr zu haben. Klar, nicht bei jeder wildfremden Person, es fängt aber im Familien- und Freundeskreis an, dass man da auf jeden Fall klar macht, hey wenn jemand (psychische) Probleme hat, wir können darüber reden, ich habe ein offenes Ohr, ich helfe euch und stehe hinter euch. Wahre Freunde erkennt man in der Not. Dies gilt nicht nur für die Helfer, sonder auch für die erkrankten: Bitte sucht euch jemanden, dem ihr euch anvertrauen könnt. Fresst nicht alles in euch hinein, bis ihr keinen anderen Ausweg außer den Tod seht.


    Manchen kann man aber nicht helfen, weil sie sich selber nicht helfen lassen wollen. Dessen bin ich mir auch bewusst. Aber ein Anfang wäre es.

  • Als Hybrid Theory damals rauskam, war ich ein wütender, trauriger Teenager und hab Linkin Park rauf und runter gehört, ihre Musik hat mich in einer ziemlich prägenden Phase meines Lebens begleitet.... Wirklich traurig und ein sehr merkwürdiges Gefühl, immer mehr Helden der eigenen Kindheit und Jugend zu verlieren...


    Nachtrag: Hier noch ein kleiner Artikel aus der Zeit, den ich ziemlich treffend finde: Wir werden nie vergessen, was du für uns getan hast

  • Mit Chester ist eine Ära zu Ende gegangen, wie damals mit Kurt Cobain...


    Mein erstes Lied war damals In the End von LP, da war ich grad 12 Jahre alt, als ich es das erste mal hörte, mochte es damals schon, aber erst später in der Pubertät mit Numb kam ich vollkommen auf den LP-Geschmack und fand Chesters Stimme bewundernswert... Nie mehr neue Lieder mit ihm...

  • Aus eigener Erfahrung kann ich nachvollziehen wie er sich gefühlt haben muss,Depressionen hören sich immer harmlos an bzw werden von vielen Menschen nicht ernst genommen und als übertrieben angesehen,aber sind besonders ohne psychologische,ärztliche Hilfe der blanke Horror und absolut kein Spaß.


    Ist auch wirklich nichts für das man sich schämen muss,bzw womit man sich verstecken muss.Wer unter so etwas leidet,sollte unbedingt offen darüber reden und damit umgehen,damit besonders die Mitmenschen auch merken dass es kein Spaß oder nur eine Laune ist.

  • Selbstmord Personen denken nicht an die Familie...das weiss ich leider zu gut.

    Schade drum. Vor ein paar Monaten hat sich ein bekannter aufgehängt und er hatte eine 6 Monate alte Tochter. Ich bin nichtmal zur Beerdigung gegangen da er es nicht verdient hat die Familie zurück zu lassen. Egal wie schwer man es hat für die Familie ist es das wert weiter zu leben. Und es ist und bleibt eine Sünde.

  • Nichts für ungut auch wenn ihr mich jetzt hasst aber egal was für Probleme hast selbstmord ist eine SÜNDE und dafür wird er in der Hölle schmoren. Wie denkt er geht es seiner Familie.

    Kommt drauf an wie der Glaube ist,ich bin aus der Kirche raus,weil ich das alles für Unfung und Fanatismus halte,dem entsprechend ist Selbstmord in meinen Augen auch keine Sünde,sondern schlicht eine Verzweiflungstat.


    Ja den Angehörigen kann es schlecht gehen,wie schlecht muss es aber einer Person gehen die sich selbst das Leben nehmen will ?


    Ich finde aber auch das jeder Mensch das Recht zum Suizid hat und es falsch ist einen Menschen gegen sein ausdrücklichen Willen am Leben zu halten,nur damit vielleicht irgendwelche Angehörigen nicht traurig sind,denn unter Umstände wird das Leid dieser Person so nur verschlimmert.Hilfe kann/sollte angeboten werden um der Person einen anderen Weg zu zeigen,aber sollte unter keinen Umständen erzwungen werden.


    Das Bennington sich das Leben genommen hat,zeigt nur das er sehr krank gewesen ist und es ihn unbeschreiblich schlecht gehen musste.


    Was auch oft vergessen wird,es gibt sehr viel mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen,als es Therapeuten und Ärzte gibt.Ein Therapieplatz für ein Psychologen z.B. muss man erst mal finden und dann unter Umstände mit sehr langer Wartezeit und Pillen können die Symptome von Depressionen usw verringern,aber auch nicht vollständig heilen.Selbst Kliniken sind oft überfüllt.


    Jemand der richtig schlimm von sowas betroffen ist,der interessiert sich nicht dafür ob Suizid vielleicht eine Sünde ist und mit der Zeit auch nicht mehr was andere Menschen davon halten,weil diese Person eben ganz andere Probleme hat.


    Aber wie ich ja meinte,Problem ist einfach das Depressionen usw all zu oft nicht wirklich ernst genommen werden und es für Aussenstehende gar nicht nachvollziehbar ist wie sich Menschen damit fühlen.Sprüche ala "Stell dich nicht so an!" "Ach du übertreibst doch !" "Hast doch nur ein schlechten Tag !" "Du spinnst doch!" sind da leider Normalität,dabei sind solche psychischen Erkrankungen problemlos mit körperlichen Erkrankungen wie Krebs,Aids und Co. vergleichbar und können ebenso tödlich enden.


    Was das eigene Leben betrifft bekommt man mit sowas unter Umstände einfach nur noch eine *Scheiß egal*-Einstellung,dann interessiert es ein nicht ob man vielleicht überfahren wird wenn man über ein Bahnübergang geht oder man mit einer Waffe bedroht wird.


    Angehörige können über den Tod mit der Zeit auch hinwegkommen,ihn akzeptieren.Ein Bekannter von mir hat durch Suizid beide Elternteile verloren,war natürlich auch am Boden,führt heute sein Leben normal weiter.Mein Vater hat letztes Jahr seine Mutter,meine Oma verloren,war auch am Boden zerstört,führt sein Leben heute auch normal weiter.

  • Wenn jemanden unterstellt wird, die Familie wäre demjenigen egal.. wieso sollte es diese Person jucken, was der liebe Gott darüber denkt, ob es Sünde ist oder peng...

    Mir tun beide Parteien gleichermaßen leid... der Selbstmörder... der entweder keine helfende Hand bekommen hat, oder es nichts wirkungsvolles gebracht hat...

    und auf der anderen Seite die Hinterbliebenen... die oft nicht nur am Verlust des Menschen zu knabbern haben, sondern sich vielleicht auch Vorwürfe machen... mit Sicherheit oft zu Unrecht... dass sie vielleicht nicht genug dafür getan hätten, das Unglück abzuwenden.

    Pauschal jemanden dafür zu verurteilen, halte ich für völlig daneben. Sorry.



    Nachtrag: auch wenn ich schon bald zum alten Eisen gehöre, hat mich dieser Verlust von Chester traurig gemacht, denn seine Stimme war einzigartig, tolle Musikvideos, tolle Lieder, die immer wieder zum "Aufdrehen" einladen... seine Stimme ist verstummt.

    Möge er seinen Frieden gefunden haben. :emojiSmiley-25:

    gnadenlos ehrlich assaultriflechainsaw

    aber mit Herz <3

    ~~~~

    und nebenbei ist Nicole ein weiblicher Name .. nur um Verwechslungsgefahr auszuschließen ;D

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  • Ja schon erschreckend. Auch in meiner Jugend, auf dem Skateboard, auf alle geschi**en und so weiter. Dazu passende Musik. Ja da gehörte LP auch dazu.


    Gerade das die Band Vorreiter und Beispiellos im Umgang und Kontakt mit den Fans war, zeigt nur wie tief sich die Krankheit in sein Innerstes gefressen hat. Ich denke es hätte wirklich niemand ahnen können. Evtl aus dem engsten Kreis vielleicht eine Person. Und auch die hätte es bestimmt nicht erwartet.


    Sünde hin, Sünde her. Sry aber dieser ganze Religionshumbug geht mir gewaltig auf die nerven! Ich glaube an wissenschaftliche Fakten und sonst nichts, mehr will ich dazu auch nicht sagen. Jedem das Seine, aber für sich selber! Sonst ist man vom Gedankengut keinen Deut besser als entsprechende, nach der International Space Station benannte Organisation.


    Selbstmord ist kein Spaß und garantiert kein "Das hätte er/sie auch anders lösen können" Aspekt! Jemand der sich selbst das Leben nimmt, dazu noch so in der Öffentlichkeit steht, Erfolg hat und so weiter... es gab für ihn keinen anderen Ausweg. Sonst hätte er ihn wohl gewählt! Und ganz sicher hat er an seine Familie, Freunde und andere gedacht. Aber Depressionen, vor allem über Jahre oder Jahrzehnte aufgestaut, lassen das Alles irgendwann nicht mehr als Grund zum weiterleben zu.


    Viele verstehen das einfach nicht. Psychische Probleme sind eine Erkrankung! Und die kann man nicht einfach so verschwinden lassen. Und das kann genau wie viele andere Krankheiten nunmal zum Tod führen. Und das einige davon genauso unheilbar sind wie ein im Gehirn wuchernder Tumor. Ja das ist ein krasser Vergleich, aber genauso ist es nunmal!


    Ach ich höre lieber auf sonst platzt mir noch der Kragen und das wollen wir ja nicht ^^


    Alles in Allem sehe ich den Tod jedoch nicht unbedingt immer als Trauergrund. In diesem Falle kann man sich einfach nicht vorstellen wie schlimm es ihm gegangen haben muss. Von daher denke ich, er hat es beendet, und das wird für ihn das Beste gewesen sein. So hat sein Leiden, welches auch immer es war, endlich ein Ende gefunden.


    So ruhe in Frieden und großen Dank an all die schönen und schlechten Zeiten, in denen die Musik uns allen geholfen hat.

  • Es ist auch eine Frage wie das gelaufen wäre wenn er damit irgendwie an die Öffentlichkeit getreten wäre,Unterstützung durch die Fans,zumindest symbolisch wäre wohl sicher gewesen,aber man sieht es immer wieder in Hollywood was abläuft wenn irgendein Prominenter z.B. in eine Entzugsklinik geht oder so,darauf warten die Medien nur und stürzen sich auf sowas wie Wölfe auf ein Schaf.Das sah man vor Jahren wunderbar bei Britney Spears (lebt noch),Michael Jackson und Amy Winehouse.

    Da kann man dann froh sein das Leute wie MJ davon nachdem Tod nichts mehr mitbekommen,denn teilweise ist das ja schon Leichenfledderei was so abläuft,Lügen,Gerüche werden verbreitet,ein Krieg um das Erbe bricht los.


    Solche Kampagnen sind schon für lebende und gesunde Menschen schlimm zu ertragen,aber wenn man dann noch als prominente Person ohnehin im Mittelpunkt steht und dann noch so eine Krankheit,da kann das die Leute vielleicht nur noch mehr kaputt machen.


    Was am Ende eben bleibt ist aber das Menschen wie Chester Benning durch das was sie gemacht haben,also in seinem Fall die Musik,unsterblich werden und so auch lange nachdem Tod in Erinnerung bleiben,wie es z.B. bei Elvis,Shakespeare,da Vinci,Einstein usw der Fall ist.

  • sry, ich weiß, dass das thema verstaubt, aber ich bin halt jetzt erst drüber gestolpert und ein paar bemerkungen lassen mir keine ruhe.


    zb selbstmord ist egoistisch


    wenn man mehr auf sein ego geachtet hätte, wäre man gar nicht erst so weit gekommen, dass man nicht mehr kann und nicht mehr will. obendrein ist man nicht unbedingt zurechnungsfähig, wenn man einen größeren depressionsschub hat. teilweise ist man ÜBERZEUGT davon, seinen mitmenschen einen gefallen zu tun und diesen eindruck kann nichts erschüttern. selbst wenn das eigene kind vor dir stehen würde und unter tränen behaupten, es könne nicht ohne dich - dann ist das arme ding halt im irrtum und/oder hat keine ahnung.

  • Ich finde jeder soll seinen Glauben ausleben und zu der Religion stehen zu dem er angehört. Aber ich finde, man sollte nicht solche Aussagen treffen von wegen "Selbstmord ist eine SÜNDE" und "dafür wird er in der Hölle schmoren". Sowas macht mich Sauer.


    Depression ist eine ernst zunehmende anerkannte Krankheit. Die leider oft nicht ernst genommen wird.

    Was ist mit Robert Enke, Robin Williams oder Kurt Cobain (wobei ich immer noch nicht daran glaube das es Suizid war), die haben alle mit Depressionen zu kämpfen gehabt und das ist nur ein winziger Teil gewesen. Depressionen sind nicht immer mit Suizid verbunden. Bei dem einen wirkt sich das "harmloser" aus bei dem anderen führt das eben zum Suizid (Leider!). Und Ja es stimmt, unter Depressionen leiden nicht nur die Menschen selbst, sondern auch der Engste Kreis der Familie oder Freunde. Depressionen können auch nicht richtig geheilt werden. Man wird im Nachhinein, wenn man als geheilt gilt, immer noch mit Tabletten vollgestopft. Aber insgeheime ist man immer noch Krank, und der kleinste Niederschlag, kann einen zurück in die Vergangenheit katapultieren. Und dieser Kreislauf beginnt von vorne.


    Für den einen der seit Jahren unter Depressionen litt, ist das leider einzige Ausweg. Und wenn es seine Entscheidung war, dann ist es eben so. Und das muss man als Fan, als Freunde sowohl auch als Familienangehörige akzeptieren, und das wird man auch. Jeder der ihn kannte (damit meine ich den Engsten Kreis der Familie und Freunde) wird denk ich mal, sich mit ihm unter Tränen freuen das sein Leiden endlich ein Ende hat. Wir als außenstehende können nicht beurteilen sowie nicht nachvollziehen wie er gelitten haben muss.


    Aus dem Grund Rest in Peace Chester und danke für deine soso tolle Stimme und Musik.<3